Smart Contracts — die größte Erfindung nach dem Internet?


„Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“ – Wihelm II, „There’s no chance that the iPhone is going to get any significant market share. No chance.“ – Steve Ballmer (ehemaliger CEO von Microsoft) oder „Das Internet ist eine Spielerei für Computerfreaks, wir sehen darin keine Zukunft.“ – Ron Sommer (ehemaliger Vorsitzender der Telekom).

Die obengenannten Personen verbindet, dass sie zur damaligen Zeit die jeweilige Technologie und deren Potenzial unterschätzt haben. Heute ist das Automobil, ein iPhone oder das Internet nicht mehr wegzudenken. Die Innovation „Blockchain“ könnte eine ähnliche Wirkung mit sich bringen.

Die Blockchain ist eine dezentrale Datenbank. Hier werden die ausgeführten Transaktionen in einem Datenblock (block) zusammengefasst und anschließend mit dem nächsten Datenblock verkettet (chain). Man kann sich das Ganze wie bei einem Buchhalter vorstellen: Der Buchhalter verwaltet alle Transaktionen die ausgeführt werden auf einem Blatt Papier, das Papier ist hierbei der Datenblock und Abends heftet er diese in einem Ordner ab, der Ordner wäre dann in dem Fall die Verkettung der Datenblöcke.

Damit das Netzwerk keine ungültigen Datenblöcke verkettet, hat jede Blockchain-Technologie einen Überprüfungsmechanismus, welcher überprüft ob der vorliegende Datenblock valide ist oder nicht. Wird der Datenblock für gültig erklärt, wird er an die existierende Kette angeheftet.

Ein Token der die Blockchain anwedet ist „Ethereum“, dieser ermöglicht es dem Benutzer schlaue Vertäge („Smartcontracts“) aufzusetzen. In den Smartcontracts, werden Algorithmen hinterlegt, welche sich auflösen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Ein Beispiel wäre, bezahle den Preis der Ware, wenn der Kunde das Paket erhalten hat oder wenn das Crowdfunding die gewünschte Investitionssumme in der vorgegebenen Zeit erreicht hat, kann der Ersteller des Projekts sich die Summe auszahlen lassen.

In seiner Abschlussarbeit beschäftigt Fabi sich damit, einen Smartcontract für regionale Energiecommunities und Kunden zu entwickeln. Dabei soll sowohl der Verbraucher des Stroms als auch der Erzeuger seinen individuellen Produktmix kaufen als auch verkaufen können. Die Produktkonfiguration, in dem Fall der Strommix, erfolgt dabei mit der hauseigenen Software „Merlin“.

Mit der Thesis soll der individuelle Kundenwunsch, in dem Fall seinem Strommix und der digitale Wandel in der Energiewirtschaft verbunden werden.